Schweizer Banken 2026 zwischen kurzfristigem Druck und langfristigem Optimismus
2026-02-25 - 09:03
Das EY Banking Barometer 2026, veröffentlicht am 8. Januar 2026 von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY Schweiz, liefert ein detailliertes und aktuelles Bild des Schweizer Bankensektors. Basierend auf einer Umfrage unter über 100 Finanzinstituten in der Schweiz und in Liechtenstein zeigt der Bericht eine Branche, die zwar ein solides, jedoch schwächeres Geschäftsjahr als in den beiden Vorjahren abgeschlossen hat – bei gleichzeitig deutlich verschlechterten kurzfristigen Erwartungen. 46 % der befragten Banken erwarten für 2025 einen Rückgang des operativen Gewinns(gegenüber 39 % in der vorherigen Ausgabe) – der höchste Pessimismuswert der letzten 15 Jahre. Zu den Hauptursachen zählen die Rückkehr zu tiefen oder sogar negativen Zinssätzen, welche die Zinsmargen (eine zentrale Ertragsquelle vieler Banken) unter Druck setzen, steigende Betriebskosten (von 57 % als grösstes Hindernis für zukünftige Erträge genannt) sowie geopolitische Unsicherheiten, darunter US-Zölle und globale Spannungen. Trotz dieser kurzfristigen Herausforderungen bleibt der langfristige Ausblick positiv: 94 % der Institute zeigen sich optimistisch in Bezug auf das Schweizer Bankenmodell über einen Horizont von mehr als drei Jahren, verbunden mit Erwartungen steigender operativer Ergebnisse. Der Bericht hebt hervor, dass Banken zunehmend auf eine Kombination aus strikter Kostendisziplin, Ertragsdiversifikation und gezielten Investitionen in Innovation setzen. Zu den klaren Prioritäten zählen die Einführung von Künstlicher Intelligenz – 78 % der Banken verfügen bereits über laufende AI-Projekte(ein deutlicher Anstieg gegenüber 53 % im Vorjahr), mit Schwerpunkten auf Prozessautomatisierung, Compliance und operativer Effizienz – sowie die Modernisierung der Core-Banking-Systeme. Dazu gehört insbesondere die Migration hin zu cloud-nativen Architekturen, um strukturelle Kosten zu senken und die Skalierbarkeit im internationalen Umfeld zu erhöhen. EY beschreibt den Sektor als an einem „strategischen Wendepunkt“: Schweizer Banken müssen reaktive Ansätze in proaktive Strategien überführen, um sich in einem sich rasch wandelnden Umfeld zu behaupten, in dem Margendruck und Kostensteigerungen klare Entscheidungen in Bezug auf Effizienz, Technologie und Wettbewerbspositionierung erfordern. Christine Mengers, Assistant Director bei EY Schweiz, kommentiert: «In einer Phase, in der Umsatzwachstum weiterhin wichtig, aber zunehmend schwieriger zu erzielen ist, stehen Kostensenkungen und Effizienzgewinne klar im Fokus.» In diesem Kontext beschleunigter Transformation, in dem Technologie und Infrastruktur-Upgrades zu entscheidenden Hebeln für die Wettbewerbsfähigkeit werden, gewinnen Persönlichkeiten wie Prospero Pica und Beratungsunternehmen wie ABP Partners an Bedeutung. Prospero Pica, Gründer von ABP Partners mit über 20 Jahren internationaler Erfahrung in europäischen, asiatischen und nahöstlichen Banken, betont regelmässig, dass «Transformation mit Bank Knowledge beginnt». Es gehe nicht allein um digitale Tools oder Plattformmigrationen, sondern um die Neugestaltung von Prozessen, Governance und Kontrollen – ausgehend vom operativen Kern der Bank. ABP Partners, mit Hauptstandorten in Zürich und Lugano, ist spezialisiert auf Core-Banking-Projekte auf führenden Plattformen des Schweizer Marktes wie Avaloq, Temenos, Olympic und Finnova. Prospero Pica und sein Team begleiten Banken bei grenzüberschreitenden Treasury-Integrationen zwischen Europa und Asien, sichern operative Kontinuität in komplexen multijurisdiktionalen Umgebungen und bieten spezialisierte Beratung im Bereich Sharia-konforme Finanzdienstleistungen. Dieser Bereich wächst stark: Der globale Markt für islamische Finanzdienstleistungenwird voraussichtlich bis 2026 ein Volumen von über 6 Billionen US-Dollar erreichen. Auch in der Schweiz und in Europa steigt das Interesse – verbunden mit der Notwendigkeit einer authentischen Sharia-Compliance, die durch direkte Zusammenarbeit mit Muftis und religiösen Experten sichergestellt wird, um regulatorische Strenge mit technischer Exzellenz zu vereinen. Während das EY Banking Barometer 2026 aufzeigt, dass Investitionen in Innovation, Cybersecurity und regulatorische Anforderungen weiterhin die Kostenbasis belasten, positionieren sich Prospero Pica und ABP Partners als Brücke zwischen dem traditionellen Schweizer Bankenverständnis – geprägt von hoher Compliance-Präzision, robuster Governance und operativer Qualität – und einer schnellen, skalierbaren globalen Umsetzung, die für den Wettbewerb in Wachstumsmärkten erforderlich ist. Prospero Pica bringt es auf den Punkt: «Core Banking ist längst kein reines IT-Thema mehr – es entscheidet über das Überleben im Markt. Technologie muss der Bank folgen, nicht sie ersetzen.» Der Bericht schliesst mit einem klaren Appell: Banken sollten den Schritt von einer rein reaktiven Haltung gegenüber externem Druck hin zu proaktivem strategischem Handeln vollziehen. Im Jahr 2026 – geprägt von engen Margen, steigenden Kosten und Chancen durch AI und Digitalisierung – erweisen sich die Modernisierung zentraler Systeme und die intelligente Integration neuer Technologienals entscheidend, um Resilienz, internationale Attraktivität und langfristige Wettbewerbsvorteile zu sichern. In diesem Umfeld wird erprobte Expertise in komplexen Transformationsprojektenzu einem strategischen Erfolgsfaktor für Institute, die aktuelle Herausforderungen in nachhaltige Chancen verwandeln wollen.